Julius Hoffmann

Julius Hofmann (1840–1896), als Sohn eines Bildhauers in Triest im heutigen Norditalien geboren, war ein österreichischer Architekt. Nachdem Georg von Dollmann 1884 bei König Ludwig II. in Ungnade fiel, übernahm Hofmann alle Bauprojekte des Königs, darunter auch Schloss Neuschwanstein.

In Wien genoss er seine Ausbildung und arbeitete danach für Erzherzog Maximilian. 1858 arbeitete er gemeinsam mit seinem Vater an der Ausstattung vin Schloss Miramare bei Triest. Hofmann folgte Maximilian nach Mexico. Gemeinsam mit anderen Architekten sollte er hier das Schloss Chapultepec umgestalten. 1867 restaurierte er im Auftrag Maximilians das Benediktinierkloster auf der Insel Lokrum. Nach der Hinrichtung Maximilians verlor er seine Stelle als Hofarchitekt. Julius Hofmann ging Hofmann nach München, wo seine Entwürfe für Glasmalereien Georg von Dollmann auf ihn aufmerksam machten. Für die Schlösser Neuschwanstein und Herrenchiemsee sollte Hofmann im Auftrag von Dollmanns Entwürfe für die Innenausstattung anfertigen.Hofmann hatte an der Innengestaltung der Schlösser maßgeblichen Anteil.

Nach der Leitungs-Übernahme von von Dollmann gestaltete Julius Hofmann unter anderem das Schlafzimmer in Linderhof und entwarf dort auch den (unvollendeten) Hubertus-Pavillion. Nach dem Tod von König Ludwig II. beförderte ihn Prinzregent Luitpold von Bayern zum Oberhofbaurat und übertrug ihm die Hofbauten. Unter seiner Leitung wurden die Arbeiten an der Kemenate Neuschwansteins abgeschlossen. Unter Luitpold gestaltete er auch die Neue Schatzkammer in München. Auch den Sargophag für Ludwig II. hatte er entworfen, ebenso wie die Stele an der Stelle, an der man König Ludwig II. am Starnberger See tot vorfand.